Aktionsgruppe wehrt sich gegen ein Endlager für Atommüll in Bözberg


«Kein Atommüll unter meinen Wurzeln», stand kürzlich auf einem Transparent am Fusse der mächtigen Linde von Linn. Damit und mit weiteren Slogans brachte eine Aktionsgruppe aus der Region ihren Widerstand gegen das in Diskussion stehende Atommüllager im Bözberg zum Ausdruck.

Seit mehreren hundert Jahren steht die Linde von Linn auf einem grün gebliebenen Jurarücken von aussergewöhnlicher Vielfalt – dem entstehenden Jurapark Aargau. Der Sage nach wurde die Linde von Linn einst als Pestlinde gepflanzt. Die Linde von Linn ist rund 800 Jahre alt und hat historisch belegt schon drei Brandfälle, nämlich 1863, 1908 und 1979 und einen Giftanschlag im Jahre 1991 überlebt. Doch künftig soll im Bözberg und somit unter den Wurzeln der Linde von Linn gar Atommüll gelagert werden. Eine solche radioaktive Bedrohung von Mensch und Natur über mehrere Jahrtausende und mitten in dieser einzigartig schönen Landschaft ist nicht zu verantworten.

Die Alternative zur ständig neuen Produktion von Atommüll heisst: Nutzung neuer Technologien und mehr Energieeffizienz, Förderung erneuerbarer Energien und einen bewussteren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. «Erneuerbare Energien schaffen neue, nachhaltige Arbeitsplätze, schonen die Umwelt und hinterlassen kommenden Generationen keine Hochrisikoabfälle», so der ebenfalls an der Aktion beteiligte Aargauer SP-Nationalrat Max Chopard-Acklin.